Gothas Diakonin und was ist eine Diakonie

Im Januar 2018 wurde die Diakonin Claudia Andrae für den Kirchenkreis eingesegnet. Die neue Gemeindepädagogin für die Arbeit mit Kindern und Familien löste Mariana Fischer ab. Sie wechselte die Region, somit übernahm Claudia Andrae ihre Stelle. Die Einsegnung übernahm am 14. Januar 2018 Superintendanten Friedmann Witting.

Die Landesgemeinschaft Puppenspiel e.V. Thüringen hatten zu diesem besonderen Anlass sowie als Dankeschön für die Kinder des Krippenspiel-Ensembles 2017 das Puppenspiel „der kleine Prinz“ aufgeführt, das nicht für Kinder, sondern auch die Erwachsen erfreute. Claudia Andrae war nach ihrer Ausbildung mit erfolgreichem Abschluss zur Diakonin an der evangelischen Fachschule für Diakonie und Sozialpädagogik in Eisenach, als Erzieherin tätig. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie betreut als Gemeindepädagogin die Kirchengemeinden Emmaus, Sonnenborn sowie Behringen.

Was beinhaltet die Tätigkeit als Gemeindepädagogin?

Die Aufgaben und Einsatzfelder wie auch die Berufsprofile können von Landeskirche zu Landeskirche erheblichen unterscheiden sowie bei den Anstellungsträgern. Zum Teil sind sie den Pfarrerinnen und Pfarrern gleichgestellt im dienstrechtlichen. Sie gehören Kirchengemeinden oder Kreisen an aber auch Dekanaten bis zu Landeskirchen.

Es besteht die Ausbildungsmöglichkeit wie bei Frau Andrae Fachschulqualifikation in Kombi einer Ausbildung zur Erzieherin oder die Hochschulreife als Religions- und/oder Sozialpädagogin mit Diplom. Die Diakonin betreut die Angebote von Kindern und Familien in der Region. Wichtiger Punkt ist die Kinderkirchengruppe, deren Mitarbeite bei Projekten, insbesondere das Kindergottesdienstprojekt und der Freizeitgestaltung.

Aber auch die Fortbildung von Ehrenamtlichen sowie deren Begleitung und Neugewinnung im Kirchenkreis. Es sollten Eigenschaften wie Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Kreativität vorhanden sein. Sowie die Mitarbeit von Netzwerken, Gremien und das Einbringen in dem multiprofessionellen, engagierten sowie freundlichen Regionalteams. Ebenso wichtig ist die Kollegialität und Konfliktfähigkeit.

Die Tätigkeit findet zum Teil im Augustinerkloster in Gotha statt, von dort aus kann das Arbeitsfeld profiliert gestaltet werden und kann die Arbeit mit dem Kinder- und Jugendwerk sowie die Arbeit mit Familien, Jugendlichen des Kirchkreises koordiniert werden. Es gibt auch die Möglichkeit von regelmäßigen Team-Supervisionen.

Was ist Diakonie?

1848 am Wittenberger Kirchentag stellte der Theologe Johann Hinrich Wichern die organisierte Diakonie vor. Das Programm beinhaltete die Mission gegen soziale Not, geistliche und materielle Armut. Somit wurde der Ausschuss für die innere Mission gebildet. Es bildeten sich in ganz Deutschland Verbände, sozialpädagogisch, fürsorgerisch und pflegerisch in Form von Anstalten, Heimen und Einrichtungen.

Dieses Hilfswerk wurde von der evangelischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Mit Auslandshilfen, wurde es erweitert, sowie ökumenische Kontakte wurden geknüpft. Bekämpft wurde zum Beispiel die Arbeitslosigkeit und Hungersnot. Es gibt sowohl eine Begründung des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes.

Diakonische Dienste waren früher das Leiten von Armenhäuser, Waisenheime sowie Hospizen. Sie gaben das den Menschen, was sie am nötigsten brauchten, Kleidung, Obdach und Nahrung. Es spielte die Armen- sowie Altenpflege eine große Rolle, bis heute. Gerade nach dem Krieg die Sorge um Witwen und Waisenkinder.

Ein wichtiger Bestandteil bis heute ein liebevolles Miteinander und gegenüber, mit viel Würde. Aber auch Nähe wie zum Beispiel soziale Kontakte. Die Diakonie ist eine private, ehrenamtliche Verbindung die eine staatliche Intuition nur bedingt übernimmt. Die Menschen der Diakonie leisten ihren persönlichen Einsatz zusammen mit der Kirche für das Wohl von notleidenden Kinder, Jugendlichen, Alten, Waisen und Familien.

Der Zusammenschluss war 1957 von der inneren Mission und des Hilfswerkes. 1975 wurde es zum diakonischen Werk der EKD vereint, wo auch 1991 die evangelischen Kirchen der ehemaligen DDR vereint wurden. Die heutige Diakonie zeichnet zwei Hauptteile aus, die evangelische Sozialarbeit beinhaltet Hilfe, Unterstützung, Begleitung sowie Betreuung von Menschen und die Weitergabe des Evangeliums von Jesus Christus, das ist die Basis der Diakonie.

Zusammengefasst:

Diakonie steht für Zusammenwirkung, als Sprachrohr, Gerechtigkeit, Zuwendung und Kompetenz, Verantwortung, Tradition und der sozialen Dienste. Die Ausprägung der Diakonie ist verankert in Kindertagesstätten, Alten- sowie Pflegeheimen, Besucherdienste und auch Pflegedienste. Auch das Leiten von Beratungsstellen gehört dazu.

Es ist eine karitative Organisation, gerade in der evangelischen Kirchengemeinde. Richtig benennt man die Diakonie, was eine Kurzform ist, die diakonischen Werke, EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Diese Einrichtungen finden sich aber auch in Österreich sowie in der Schweiz. Bei der römisch-katholischen Kirche ist es die Caritas die gleiche Tätigkeit, wie die Diakonie übernimmt.

Das Wort Diakonie hat im altrömischen eine etwas andere Bedeutung. Die bezeichneten spezielle Gebäude der römischen kirchlichen Stadtviertel des frühchristlichen Roms so. Die Arbeit dieser Diakonie galt aber auch der Fürsorge für Arme. Der Vorsteher einer solchen Diakonie hieß auch Diakon, nach und nach wurde daraus der Kardinaldiakon und heute nennt man sie Kardinäle.