Gotha: moderne, familienfreundliche Stadt mit Geschichte

Allgemeine Informationen und geschichtlicher Hintergrund

Die Stadt Gotha befindet sich, geografisch gesehen, fast mittig in Deutschland, im Bundesland Thüringen. Die Stadt blickt auf eine Geschichte zurück, die bis zur erstmaligen urkundlichen Erwähnung um das Jahr 775 zurückgeht.

Die kleine aber geschichtsträchtige Stadt hat heutzutage um 45000 Einwohner und wird von Süd nach Nord durch den Fluss „Flutgraben“ durchzogen. Die Stadt Gotha wurde als Gründungsstadt des deutschen Versicherungswesens bekannt. Im Jahre 1820 wurde, mit Gründung der bis heute erfolgreich tätigen „Gothaer Versicherung“, hierfür der Grundstein gelegt.

Der Vorläufer der heutigen sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), wurde 1875 in Gotha gegründet.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Gotha

Die Sammelleidenschaft der vergangenen Gothaer Herzöge spiegelt sich heutzutage im „Herzoglichen Museum“ wieder. Die beeindruckende Architektur des Anwesens aus den 1860er Jahren ist erstaunlich gut erhalten. Dank großzügiger Investitionen des Landes Thüringen und der Stadt Gotha konnte das Museum 2013 von Grund auf renoviert werden.

Das Museum beherbergt Kunstschätze aus nahezu allen Epochen, von der Antike bis zum 18. Jahrhundert. Die ägyptischen Mumien, antiken Schmuckstücke, Vasen aus Asien oder Gemälde aus Europa sind für Erwachsene und Kinder eine interessante und spannende Sehenswürdigkeit. Das Herzogliche Museum befindet sich abseits des eigentlichen Schlossbereichs auf dem Gelände des Schloss Friedenstein.

Das barocke Schloss Friedenstein ist ganz sicher das wichtigste historische Wahrzeichen Gothas und Zentrum für eine Vielzahl an Veranstaltungen. Der älteste Englische Garten Europas befindet sich auf dem beeindruckenden Anwesen, genau wie das älteste vollständig erhaltene Schlosstheater der Welt, das Ekhof-Theater.

Innerhalb der Schlossmauern existieren zwei Museen, das „Schlossmuseum“ und das „Museum der Natur“. Das Schlossmuseum umfasst mehrere Bereiche des Schlosses, welche Einblick in das Leben der Herzoge zur Barockzeit und den damaligen Einrichtungs- und Lebensstil geben. Seit 2010 befindet sich das Museum der Natur im Westturm des Schlosses.

Bei dieser Dauerausstellung dreht sich alles um einheimische und wilde Tiere. Die Ausstellungen sind kindgerecht gestaltet und sollen kleinen Besuchern einen pädagogischen Nutzen bieten.
Ringsum das Schloss befindet sich ein riesiger Schlosspark, der mit zahlreichen Pavillons und Seen, zum Schlendern, verweilen und genießen einlädt.

Veranstaltungen

Jährlich (im August 2018 bereits zum 18. Mal) findet innerhalb der Mauern Schloss Friedensteins das beliebte Barockfest statt. Handwerker aus der Stadt und der Region präsentieren hier die Geschichte ihres jeweiligen Handwerkes. Um das barocke Gefühl wenigstens für die Zeit des Festes zu leben, sind die Schausteller, Dienstleister und Betreiber der zahlreichen Verpflegungsstände in passenden altertümlichen Gewändern gekleidet.

Neben den interessanten Ständen und Informationen erwarten Besucher auch musikalische Darbietungen und zum krönenden Abschluss des ersten Abends ein großes barockes Feuerwerk. Wer als Besucher vollständig in die barocke Lebensweise eintauchen und mitmachen will, kann sich an einem der zahlreichen Kostümverleihe für die Zeit des Festes entsprechend ausstatten.

Eine weitere Veranstaltung ist die Museumsnacht (meist im Oktober), die ab Einbruch der Dunkelheit mit einem Lampion-Umzug für Kinder beginnt. Nach diesem Spektakel für die Kleinen öffnen die Gothaer Museen ihre Tore für eine nächtliche Besichtigung. Neben den bereits erwähnten Museen Schloss Friedensteins und dem Herzoglichen Museum, öffnet auch das Versicherungsmuseum in der Bahnhofsstraße seine Pforten.

Dies bietet Besuchern Einblick in die Ursprünge des deutschen Versicherungswesens.  Auch für die Kinder der Stadt und Region ist gesorgt. Das Schloss Friedenstein veranstaltet in den Sommermonaten jährlich ein Kinderfest. Die Kleinen können sich bei zahlreichen Aktivitäten wie Spielen im Freien, einem Fahrradparcours oder beim Drehen am Glücksrad amüsieren.

Faszinierend sind die ausgestellten Nachbildungen von wilden und heimatlichen Tieren. Beim Kinderschminken können sich die kleinen Besucher selbst in das jeweilige Lieblingstier verwandeln, während sich die Eltern bei einem Kaffee oder einer kulinarischen Leckerei untereinander austauschen.

Ausflüge und Aktivitäten

Die Stadt Gotha und die Region ist umringt von drei „Hausbergen“ (im Nordwesten der Krahnberg, im Südosten der Seeberg und im Südwesten der Boxberg). Die wundervolle Natur kann auf vielen gut ausgebauten, ausgeschilderten Wander- und Fahrradwegen erkundet werden. Das Naturschutzgebiet „kleiner Seeberg“ ist besonders erwähnenswert.

Das Gebiet enthält Interessantes für die ganze Familie, beispielsweise wilde und einheimische Tiere im Streichelzoo oder viele Abenteuerspielplätze. Die Stadt selbst bietet seinen Besuchern zahlreiche Freizeitaktivitäten wie ein Stadtbad, einen Tierpark und mehrere Sportstätten. Sportlich Aktive können sich bei Tennis, Fußball, Pferdesport oder Schießsport körperlich betätigen.

Die Region Gotha – für jeden das Passende

Man kann ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass die Stadt Gotha und Region für jedermann etwas zu bieten hat. Familienfreundlich, traditionell und aktiv präsentiert sich die kleine Stadt in der „Mitte Deutschlands“.

Kirchenmusik & Kirchenmusik in Gotha

Kirchenmusik, auch als Sakralmusik bezeichnet, wird bei Gottesdiensten aufgeführt, aber auch bei Beerdigungen, bei kirchlichen Trauungen, Taufen, Prozessionen oder anderen kirchlichen Veranstaltungen. Sie untermalt die sakralen Handlungen der Liturgie. Man kann auch sagen, dass die Kirchenmusik Gebete in musikalischer Form darstellt.

Weiter gefasst lässt sich auch andere geistliche Musik als Kirchenmusik bezeichnen, wenn sie nicht im kirchlichen Rahmen aufgeführt wird. So sind zum Beispiel das Requiem von Brahms, die Psalmensymphonien von Strawinsky und Liszt oder die Oratorien von Händel durchaus als Kirchenmusik zu betrachten.

Auch die Gospelmusik, ein überwiegend in afroamerikanischen Kirchgemeinden gebräuchlicher Musikstil zählt zur Kirchenmusik. Es gibt heute sogar christliche Popmusik, wie zum Beispiel von den „Söhnen Mannheims“ oder der irischen Band „U2“.

Die Instrumente der Kirchenmusik

Einen besonders wichtigen Teil der Liedbegleitung bei Gottesdiensten übernimmt die Orgel. Das mächtige Instrument mit den vielen Klangmöglichkeiten ist wie kein anderes geeignet, den Kirchenraum zu füllen und die Gemeinde beim Gesang führen und unterstützen zu können. Ob zarte Flöten-, Zimbel- und Schalmaientöne, ob der Klang von Hörnern, Posaunen und der „Vox humana“ – der Menschenstimme.

Eine Orgel kann ein ganzes Orchester darstellen. Sie kann sanfte und leise Töne spielen aber auch gewaltig aufbrausen und ist ein wahrhaft „göttliches“ Instrument. Aber nicht nur die Orgel wird bei der Kirchenmusik eingesetzt, auch andere Instrumente wie zum Beispiel die Geige, das Cello, Bratsche, Flöte, Trompete, Harfe oder Gitarre kommen bei der Kirchenmusik zum Einsatz.

Die Formen der Kirchenmusik

Im Laufe der über zweitausendjährigen Geschichte haben sich ganz unterschiedliche Formen der Kirchenmusik entwickelt. Eine der ältesten bekannten ist der gregorianische Gesang. Er hat seinem Namen von Papst Gregor, der im 6.Jahrhundert herrschte. Gregorianische Choräle werden auf Latein ohne instrumentale Begleitung einstimmig gesungen.

Das Kirchenlied entstammt der lutherischen Tradition und wird in der Landessprache der Gemeinde gesungen. Kirchenlieder haben meistens mehrere Strophen und einen wiederkehrenden Refrain. Bei der Komposition von Kirchenliedern gab es zu Luthers Zeiten oft Rückgriffe auf eingängige alte Volkslieder. Heute kann ein Kirchenlied auch schon mal recht modern und geradezu „poppig sein.

Die Kantate ist eine Komposition für Gesangsstimmen und Instrumentalbegleitung mit Rezitativen, Arien, Ariosi und Chorälen. Es gibt sowohl Solokantaten als auch Chorkantaten. Die Texte sind häufig Bibeltexte und Variationen von Kirchenliedern. Geboten werden auch ganz spezielle Kantaten-Gottesdienste.

Das Oratorium ist eine Art Kirchenoper, bei dem Bibeltexte und Bibelkommentare mit Orchester, Chor und Soli dargeboten werden. Besonders bekannt sind zum Beispiel das Weihnachtsoratorium, das Passionsoratorium und die Oratorien Messiah oder Elias. Spezielle Sonderformen der Kirchenmusik sind außerdem zum Beispiel Motette, Requiem, Te Deum und Vesper.

Die Geschichte der Kirchenmusik

Schon bei den ersten christlichen Gemeinschaften war der Gesang wichtig, um den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und in den Klöstern gehörten die Gesänge der Mönche und Nonnen zu deren wichtigsten Aufgaben. Instrumente waren aber noch Jahrhunderte lange in den Kirchen und Klöstern verpönt, galten als weltlich und aufreizend.

Erst nach der Jahrtausendwende tauchten die ersten Orgeln in den Gotteshäusern auf. Im 15.Jahrhundert gab es erstmals auch Kapellen in großen Kirchen und Komponisten, die spezielle Kirchenmusik komponierten. So gut wie alle bekannten Komponisten der nachfolgenden Jahrhunderte schufen neben weltlicher Musik auch Werke der Kirchenmusik.

Kirchenmusik in Gotha (Thüringen)

Der Kirchenkreis von Gotha in der Mitte des Bundeslandes Thüringen ist ein lebendiger Beweis dafür, wie Kirchenmusik in die heutige Zeit und ins moderne Gemeindeleben integriert werden kann. Denn in den 51 evangelisch-lutherischen Gemeinden spielt sie eine sehr große Rolle.

Ob beim Gottesdienst, bei einer Taufe, Konfirmation, Trauung oder Beerdigung, aber darüber hinaus auch bei vielen Konzerten – immer ist die Musik dabei, um auf ihre ganz eigene Weise Gottes Wort zu verkünden, die Seelen der Menschen zu öffnen, sie zu erfreuen oder zu trösten. Es gibt in Gotha und Umgebung zahlreiche Kirchenchöre, Kinderchöre, Gospelchöre, aber auch Bläsergruppen und Bands.

Alle sind ehrenamtlich im Kirchenkreis aber auch außerhalb unterwegs und singen und spielen alte Kirchenmusik aber auch ganz moderne und zeitgemäße Stücke. In der Margarethenkirche von Gotha, einer sehr schönen spätgotischen Hallenkirche musiziert der hier ansässige Bach-Chor.

Dieser Chor und der Singkreis der Margaretenkirche führen Oratorien, Motetten und andere Werke großer Barock-Komponisten auf und bieten darüber hinaus musikalisch besonders ausgestaltete Gottesdienste zum Beispiel mit Gitarrenmusik und Gospelgesängen. Besonders durch das jährlich aufgeführte Weihnachtsoratorium ist der Bachchor Gotha unter seinem Leiter Jens Goldhard, den Propsteikantor des Probstsprengels Eisenach-Erfurt, weit über die Grenzen Gothas hinaus bekannt.

Sowohl in der Margaretenkirche als auch in der Augustinerkirche im ehemaligen Augustinerkloster befinden sich hervorragende Orgeln, die im Rahmen der Orgelarena und des Gothaer Orgelzyklus von namhaften Orgelkünstlern gespielt werden.

Religiöse Feiern – der Gottesdienst

Was bedeutet Gottesdienst?

Beim Gottesdienst kommen Menschen zusammen, um gemeinsam mit Gott in Verbindung zu treten. Das kann in einer Kirche, einem Tempel, einer Synagoge, einer Moschee aber auch in jeden anderen für diesen Zweck geeigneten Räumen, aber auch in freier Natur geschehen. Oft folgt der Gottesdienst ganz bestimmten Ritualen, die zum Teil uralten Überlieferungen folgen.

Andere Rituale wie zum Beispiel die Liturgie oder Agende sind von den geistlichen Führern der entsprechenden Religionen vorgegeben. Zum Gottesdienst gehört je nach Religion zum Beispiel auch die Predigt, das Glaubensbekenntnis, das Spenden des Segens, die Erteilung der Sakramente wie Buße, Taufe, Firmung, Konfirmation, Eheschließung und Weihe von kirchlichen Würdenträgern.

Christliche Gottesdienste

Die ersten urchristlichen Zusammenkünfte werden schon in den Apostelbriefen erwähnt und im 2.Jahrhundert nach Christus gab es schon Gottesdienste mit Predigt, Fürbitte und Eucharistie-Feier. Sie wurden häufig in Häusern und oft auch im Geheimen abgehalten. Ab spätestens dem dritten Jahrhundert gab es erwiesenermaßen aber auch schon Kirchen.

Welche Formen christlicher Gottesdienste gibt es?

Die Formen christlicher Gottesdienste richten sich nach der jeweiligen Konfession. So gibt es zum Beispiel in der römisch katholischen Kirche die Heilige Messe, die Feiern der Taufe, Firmung und Eheschließung sowie der Weihe kirchlicher Würdenträger, das Stundengebet, die Andacht und die Prozession, um nur die wichtigsten zu nennen.

In der lutherischen und reformierten Kirchen werden vor allem Predigt-Gottesdienste, Abendmahl-Gottesdienste, Familiengottesdienste, Passionsgottesdienste, Advents-und Weihnachtsgottesdienste abgehalten. Bei den Freikirchen spielt die Liturgie bei Gottesdiensten häufig keine große Rolle. Vielmehr werden die sie häufig in Form von reinen Gebets- und Gesangsversammlungen abgehalten.

Oft werden auch biblische Texte vorgetragen oder Gemeindemitglieder geben öffentlich Zeugnis über ihren Glauben und damit verbundene Erlebnisse ab.

Wie ist der Ablauf eines Gottesdienstes?

Der Ablauf bzw. die Liturgie eines Gottesdienstes ist recht unterschiedlich, weil die einzelnen Glaubensrichtungen unterschiedliche Akzente setzen. Außerdem sind Gottesdienste zum Beispiel mit Abendmahl, Tauffeier oder Eheschließung natürlich anders gestaltet, als der Oster-oder Weihnachtsgottesdienst oder die Andacht.

Aber wenn es auch große Unterschiede zwischen einer katholischen Heiligen Messe und einem evangelischen Sonntagsgottesdienst gibt, lassen sich doch einige Gemeinsamkeiten hinsichtlich des Verlaufes benennen. Anhand eines evangelischen Gottesdienstes soll der Verlauf beispielhaft dargestellt werden: Jeder Gottesdienst beginnt mit einem stillen Verweilen, weil die Gläubigen zu sich selbst kommen und oft hektischen Alltag loslassen sollen.

Dann folgt das Läuten der Glocken. Es zeigt an, dass der Gottesdienst ein besonderes Erlebnis darstellt, zu dem Gott die Menschen ruft. Auf das Geläut folgt das gemeinsame Eingangslied. Es beschwört die Einheit der Gemeinde. Ihm folgt das Votum, die Begrüßung der Gemeinde durch den Leiter/die Leiterin des Gottesdienstes.

Der Introitus, das Psalm Gebet ist schon seit der Frühzeit der Christenheit ein wichtiger Teil der Gottesdienste. Er wird oft als Wechselgesang gesungen, aber heute oft auch gesprochen. Ihm folgt das Kyrie und Gloria, Der Huldigungsruf weist darauf hin, in wessen Namen und zu wessen Ehren sich die Gemeinde versammelt hat.

Als nächstes kommen die Verkündigungen und das Bekenntnis. Die darauf folgende Predigtkann sich an Bibeltexten orientieren aber auch frei zu aktuellen Themen gehalten werden. Danach wird die das Große Lob Gebet, die Präfation gesprochen, anschließend das Sanctus und danach spricht die gesamte Gemeinde das „Vater unser“. Es folgen die Abkündigungen und nach der Segnung der Gläubigen endet der Gottesdienst.

Gothas Diakonin und was ist eine Diakonie

Im Januar 2018 wurde die Diakonin Claudia Andrae für den Kirchenkreis eingesegnet. Die neue Gemeindepädagogin für die Arbeit mit Kindern und Familien löste Mariana Fischer ab. Sie wechselte die Region, somit übernahm Claudia Andrae ihre Stelle. Die Einsegnung übernahm am 14. Januar 2018 Superintendanten Friedmann Witting.

Die Landesgemeinschaft Puppenspiel e.V. Thüringen hatten zu diesem besonderen Anlass sowie als Dankeschön für die Kinder des Krippenspiel-Ensembles 2017 das Puppenspiel „der kleine Prinz“ aufgeführt, das nicht für Kinder, sondern auch die Erwachsen erfreute. Claudia Andrae war nach ihrer Ausbildung mit erfolgreichem Abschluss zur Diakonin an der evangelischen Fachschule für Diakonie und Sozialpädagogik in Eisenach, als Erzieherin tätig. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie betreut als Gemeindepädagogin die Kirchengemeinden Emmaus, Sonnenborn sowie Behringen.

Was beinhaltet die Tätigkeit als Gemeindepädagogin?

Die Aufgaben und Einsatzfelder wie auch die Berufsprofile können von Landeskirche zu Landeskirche erheblichen unterscheiden sowie bei den Anstellungsträgern. Zum Teil sind sie den Pfarrerinnen und Pfarrern gleichgestellt im dienstrechtlichen. Sie gehören Kirchengemeinden oder Kreisen an aber auch Dekanaten bis zu Landeskirchen.

Es besteht die Ausbildungsmöglichkeit wie bei Frau Andrae Fachschulqualifikation in Kombi einer Ausbildung zur Erzieherin oder die Hochschulreife als Religions- und/oder Sozialpädagogin mit Diplom. Die Diakonin betreut die Angebote von Kindern und Familien in der Region. Wichtiger Punkt ist die Kinderkirchengruppe, deren Mitarbeite bei Projekten, insbesondere das Kindergottesdienstprojekt und der Freizeitgestaltung.

Aber auch die Fortbildung von Ehrenamtlichen sowie deren Begleitung und Neugewinnung im Kirchenkreis. Es sollten Eigenschaften wie Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Kreativität vorhanden sein. Sowie die Mitarbeit von Netzwerken, Gremien und das Einbringen in dem multiprofessionellen, engagierten sowie freundlichen Regionalteams. Ebenso wichtig ist die Kollegialität und Konfliktfähigkeit.

Die Tätigkeit findet zum Teil im Augustinerkloster in Gotha statt, von dort aus kann das Arbeitsfeld profiliert gestaltet werden und kann die Arbeit mit dem Kinder- und Jugendwerk sowie die Arbeit mit Familien, Jugendlichen des Kirchkreises koordiniert werden. Es gibt auch die Möglichkeit von regelmäßigen Team-Supervisionen.

Was ist Diakonie?

1848 am Wittenberger Kirchentag stellte der Theologe Johann Hinrich Wichern die organisierte Diakonie vor. Das Programm beinhaltete die Mission gegen soziale Not, geistliche und materielle Armut. Somit wurde der Ausschuss für die innere Mission gebildet. Es bildeten sich in ganz Deutschland Verbände, sozialpädagogisch, fürsorgerisch und pflegerisch in Form von Anstalten, Heimen und Einrichtungen.

Dieses Hilfswerk wurde von der evangelischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Mit Auslandshilfen, wurde es erweitert, sowie ökumenische Kontakte wurden geknüpft. Bekämpft wurde zum Beispiel die Arbeitslosigkeit und Hungersnot. Es gibt sowohl eine Begründung des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes.

Diakonische Dienste waren früher das Leiten von Armenhäuser, Waisenheime sowie Hospizen. Sie gaben das den Menschen, was sie am nötigsten brauchten, Kleidung, Obdach und Nahrung. Es spielte die Armen- sowie Altenpflege eine große Rolle, bis heute. Gerade nach dem Krieg die Sorge um Witwen und Waisenkinder.

Ein wichtiger Bestandteil bis heute ein liebevolles Miteinander und gegenüber, mit viel Würde. Aber auch Nähe wie zum Beispiel soziale Kontakte. Die Diakonie ist eine private, ehrenamtliche Verbindung die eine staatliche Intuition nur bedingt übernimmt. Die Menschen der Diakonie leisten ihren persönlichen Einsatz zusammen mit der Kirche für das Wohl von notleidenden Kinder, Jugendlichen, Alten, Waisen und Familien.

Der Zusammenschluss war 1957 von der inneren Mission und des Hilfswerkes. 1975 wurde es zum diakonischen Werk der EKD vereint, wo auch 1991 die evangelischen Kirchen der ehemaligen DDR vereint wurden. Die heutige Diakonie zeichnet zwei Hauptteile aus, die evangelische Sozialarbeit beinhaltet Hilfe, Unterstützung, Begleitung sowie Betreuung von Menschen und die Weitergabe des Evangeliums von Jesus Christus, das ist die Basis der Diakonie.

Zusammengefasst:

Diakonie steht für Zusammenwirkung, als Sprachrohr, Gerechtigkeit, Zuwendung und Kompetenz, Verantwortung, Tradition und der sozialen Dienste. Die Ausprägung der Diakonie ist verankert in Kindertagesstätten, Alten- sowie Pflegeheimen, Besucherdienste und auch Pflegedienste. Auch das Leiten von Beratungsstellen gehört dazu.

Es ist eine karitative Organisation, gerade in der evangelischen Kirchengemeinde. Richtig benennt man die Diakonie, was eine Kurzform ist, die diakonischen Werke, EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Diese Einrichtungen finden sich aber auch in Österreich sowie in der Schweiz. Bei der römisch-katholischen Kirche ist es die Caritas die gleiche Tätigkeit, wie die Diakonie übernimmt.

Das Wort Diakonie hat im altrömischen eine etwas andere Bedeutung. Die bezeichneten spezielle Gebäude der römischen kirchlichen Stadtviertel des frühchristlichen Roms so. Die Arbeit dieser Diakonie galt aber auch der Fürsorge für Arme. Der Vorsteher einer solchen Diakonie hieß auch Diakon, nach und nach wurde daraus der Kardinaldiakon und heute nennt man sie Kardinäle.

Gestaltung der Konfirmation 

Bei der Konfirmation handelt es sich um eine Feierlichkeit als auch eine Segenshandlung. Es gibt sie in der Mehrzahl der Neuapostolischen Kirche, der evangelischen Kirche der apostolischen Gemeinschaft sowie der Christengemeinschaft.  Sie stellt den Übertritt zum kirchlichen Erwachsenen Alter dar.

Sie gilt im Gegensatz zur Firmung allerdings außer in der Christengemeinschaft nicht als Sakrament.
Die Unterscheidung der Begriffe zwischen Konfirmation und Firmung gibt es außer in der deutschen Sprache in anderen Sprachen nicht.
Die Konfirmation galt auch als ein bürgerliches Initiationsritual welches am Wechsel des vom kindlichen in das Erwachsenenleben stand.

Kirchenrechtlich wird die Konfirmation als Übertritt zum mündigen Mitglied der Kirche gesehen.  Die konkreten Rechte in der Kirche sind jedoch unterschiedlich.  Aus diesem Grunde unterscheiden sich verschiedene Traditionen voneinander.

Deutsche Landeskirche

In den deutschen Landeskirchen ist der Zeitpunkt, an dem die Konfirmation stattfindet normalerweise das Alter von 14 Jahren. Der meist verbreitete Grund liegt darin das die betroffenen Schüler zum Zeitpunkt des Einführens des Rituals mit diesem Alter ihre Schule beendeten.

Der Festgottesdienst

Die Konfirmation findet traditionell im Rahmen eines Festgottesdienstes statt. In diesem sollen die Konfirmanden ihren Glauben bekräftigen.
Mit dieser Handlung wird an die Taufe, die sie als Kind erhalten haben angeknüpft.

Bei der Taufe die sie als Kind bekommen haben, waren die Eltern und Verwandten stellvertretend für sie selbst und waren diejenigen Personen, die für sie den Glauben empfangen haben.  Dies geschieht in einigen Kirchen durch das Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses. In anderen Glaubensrichtungen wird kein spezifisches Bekenntnis verlangt, sondern die Teilnahme an der Feier gilt als Bekräftigung des eigenen Glaubens.

Durch Handauflegung empfangen die Konfirmanden den Segen sowie einen biblischen Konfirmationsspruch, der sie weiter durch ihr Leben begleiten soll.
Anschließend nehmen sie häufig das erste Mal am Abendmahl teil. Seitdem allerdings das Abendmahl für Kinder eingeführt worden ist, verliert das Abendmahl an Bedeutung und die eigene Glaubensbekundung gewinnt immer mehr an Gewicht.

Gewöhnlich ist die Konfirmation mit einem Familienfest sowie Geschenken verbunden. Die Geschenke sind traditionell am Verlassen des Kindesalters und in den Eintritt in das Erwachsenenalter orientiert.

Besonderheiten der Konfirmation

In früheren Jahrhunderten war es üblich, den Konfirmanden anlässlich ihrer Kontoinformation besonders aufwendig gestaltet Exemplare der Bibel zu vermachen. Dieses hatte eine Namens- sowie Jahresprägung und wurde als Erinnerung verschenkt.  Dieses Ritual stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Je nach Kirchenordnung dauert die Vorbereitung der Konfirmation zwischen neun Monaten und mehreren Jahren.  Traditionell findet der Konfirmandenunterricht einmal in der Woche statt.
Der Unterricht für Konfirmanden wird von einem Pfarrer abgehalten.
Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben sich jedoch auch andere Formate wie 14 Tägiger Unterricht Blockunterricht oder Kursunterricht etabliert.

In Anlehnung an die Jugendarbeit wird mittlerweile zumeist von „Konfirmanden Arbeit„ gesprochen. Sogenannte Confi-Canps oder gemeinsame Freiheiten beginnen an Bedeutung zu gewinnen. Vielerorts beginnt der Konfirmanden Unterricht bereits in der dritten oder der vierten Klasse.

Konfirmation mit 14 Jahren

Nach einem weiteren Unterrichtsjahr findet die Konfirmation mit 14 Jahren statt. Auch ehrenamtliche Teilnehmer nehmen vermehrt am Unterricht teil.
Innerhalb des Konfirmandenunterrichts sollen Glaubensinhalte behandelt werden. Das Auswendiglernen das früher üblich war, tritt derzeit weiter und weiter zurück.

Es betraf Katechismus Texte, geistliche Lieder, sowie Bibel Ferse. Seit den 1970ern befindet sich das Praktizieren des Ritus im Rückgang. Die Kirche durch klassischen in ihrer Ganzheit und all ihrer Vielfalt zu erfahren sowie zu verstehen, ist durch verschiedene Praktiken stattdessen in den Vordergrund getreten.

Aktuell geschieht dies durch klassischen Unterricht Praktika oder Besuche sowie die Begleitung die während der Pubertät-Phase geboten werden sollen.  In vielen Gemeinden wird das Konfirmationsjubiläum mit einer weiteren Segenshandlung in der Kirche des aktuellen Wohnortes zelebriert.  Die Feierlichkeiten umfassen normalerweise einen Festgottesdienst am Vormittag sowie eine Feierstunde am Nachmittag.

Manchmal wird auch der Besuch der Gräber von verstorbenen Konfirmanden mit in die Feierlichkeiten einbezogen.  Für die Jubilare wird auch oft ein Wiedersehen-Treffen arrangiert. Der Termin anlässlich der Jubiläumskonfirmation wird örtlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten angesetzt.

Obwohl die Konfirmation im Luthertum im Gegensatz zu der Firmung im katholischen keine Geltung als Sakrament hat, wird ihr im Gedächtnis der Jubiläums-Kultur des Protestantismus eine höhere Bedeutung zugemessen. Diese übertrifft jegliches evangelisches Brauchtum. Die Konfirmation ist eines der wichtigsten Rituale in den Religion in denen es besteht.

Die christliche Taufe

Das christliche Ritual der Taufe gibt es schon seit der Entstehung des neuen Testaments. Dieses Ritual bedeutet die Aufnahme in die christliche Glaubensgemeinschaft und ist zugleich auch gleich ein Bekenntnis des christlichen Glaubens. Dieser Artikel soll allgemeine Informationen zu einer Taufe geben und den Ablauf der Taufe näher beschreiben.

Allgemeine Informationen zur Taufe

Wie bereits erwähnt ist die Taufe ein christlicher Ritus und soll die Aufnahme in die christliche Glaubensgemeinschaft symbolisieren. Gleichzeitig bedeutet die Taufe auch das Glaubensbekenntnis zum Christentum. Die Taufe wird mit dem Untertauchen in Wasser oder dem Begießen des Täuflings mit Wasser durchgeführt.

Das Wort Taufe stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet untertauchen oder eintauchen. Man wird also mit dem Untertauchen bzw. mit dem Eintauchen in Wasser zum Christen gemacht. Die erste Taufe, die im Neuen Testament erwähnt wird ist die „Johannestaufe“. Dieser Johannes wurde auch Johannes der Täufer genannt. Er führte taufen im Fluss Jordan zur Vergebung der Sünden durch.

Auch Jesus wurde von Johannes dem Täufer getauft. In der heutigen Zeit wird die Taufe im Christentum meist schon im Kleinkind- bzw. Neugeborenen Alter durchgeführt und diese Taufe soll eben, wie bereits erwähnt, bewirken das der neue Erdenbürger auch ein Mitglied in der christlichen Glaubensgesellschaft wird.

Wie läuft eine Taufe ab?

Das Sakrament der Taufe dient der Aufnahme in die christliche Gesellschaft, also der Kirche.

Vorgespräch

Handelt es sich bei der Taufe wie heutzutage in den meisten Fällen um eine Kindstaufe, so findet vor der eigentlichen Taufe immer ein Taufgespräch mit den Eltern und dem oder den Paten des Täuflings statt. In diesem Gespräch spricht der taufende Pfarrer oder Diakon mit den Beteiligten und es werden alle Details durchgesprochen.

Auch die Bedeutung der Taufe wird in diesem Gespräch noch einmal angesprochen. In diesem Gespräch wird, sofern es eine Musik gibt, der musikalische Ablauf der Taufe besprochen.

Der Ablauf der eigentlichen Taufe

Vor der Kirche:

Der Pfarrer oder Diakon begrüßt vor dem Beginn der Taufe alle anwesenden Gäste. Die Eltern bitten den Pfarrer dann um das Sakrament der Taufe für ihr Kind und danach wird das Kind hinein in die Kirche getragen.

Wortgottesdienst

Nach der Begrüßung erfolgt der Wortgottesdienst. Es wird eine Lesung aus der Bibel vorgelesen. Diese Lesung wird in der Regel vorher zusammen von Pfarrer und Eltern ausgewählt. In diesem Wortgottesdienst werden ebenfalls Fürbitten vorgelesen. Diese werden oft selbst von den Eltern, Paten oder von anderen Gästen gestaltet.

Segenszeichen

Nachdem der Wortgottesdienst durchgeführt wurde, folgt der Segen. Der Pfarrer, die Eltern, die Paten und alle anderen anwesenden Gäste geben dem Kind mit der Hand ein Kreuzeichen auf die Stirn und segnen das Kind somit.

Anrufung der Heiligen

Danach werden die Heiligen angerufen. Es werden in diesem Ritual alle Heiligen, aber vor allem der Namenspatron des Kindes angerufen.

Weihe des Taufwassers

Im nächsten Schritt wird das Taufwasser geweiht. Dieses Wasser soll ein Zeichen der Reinigung und des Lebens darstellen. Es soll symbolisieren, dass das ewige Leben stärker als der Tod und die Sünde ist.

Absage an das Böse und Bekenntnis des Glaubens

Da ein Kind das noch nicht selbst sprechen kann, wird diese Absage des Bösen und das Glaubensbekenntnis von den Paten und Eltern vor allen Anwesenden für das Kind gesprochen.

Taufspendung

Danach wird die Taufe gespendet. Dem Kind wird dreimal das Taufwasser um die Stirn gelehrt und es werden die Taufworte gesprochen. Danach wird das Kind mit Charisma gesalbt. Während diesem Prozess wird die Taufkerze von den Paten gehalten und an der Osterkerze entzündet.

Abschluss der Tauffeier

Nach der Taufe beim Taufbecken geht der Priester zurück zum Altar. Es wird das Vater unser gebetet und die Eltern, Paten, das Kind und alle anderen Gäste werden gesegnet.

Abschließend kann gesagt werden, dass eine Taufe nicht nur ein christliches Ritual ist. Es ist auch ein sehr schönes und persönliches Familienfest am Beginn eines neuen Lebens. Mit einem Paten oder einer Patin hat ein Kind außer den Eltern dann auch noch weitere Begleiter und Helfer, die ihm im Leben zur Seite stehen können.

Mit der Aufnahme in die christliche Gemeinde hat das Kind auch die Gewissheit niemals alleine zu sein, sondern die Kirche immer als helfende Hand an der Seite zu haben.

Die besondere Hochzeit: Kirchliche Trauung

Damit eine Ehe zivilrechtlich anerkannt wird, ist eine standesamtliche Hochzeit Pflicht. Somit stellt eine kirchliche Trauung eine freiwillige Erweiterung dar.

Mittlerweile muss ein Brautpaar keine Urkunde vom Standesamt mehr vorlegen um kirchlich heiraten zu können (seit Januar 2009). Jedoch bleibt die evangelische Trauung weiterhin an eine standesamtliche Eheschließung gebunden. Die katholische Kirche traut ein Brautpaar auch nur ganz selten, wenn keine Zivilehe vorzuweisen ist.

Wichtig ist für ein Brautpaar erst einen Termin für die Zivilehe zu finden und anschließend ein Datum für die kirchliche Eheschließung fest zu setzen.

Gründe für eine Kirchliche Eheschließung

Trotz Umschwung bei jungen Leuten zum Thema Eheschließung, wünschen sich viele Brautpaare eine Hochzeit in der Kirche um den kirchlichen Segen zu erhalten. Auch das Traditionsbewusstsein kann auschlaggebend für diese Eheschließung sein.
Frauen träumen meist schon seit Kindertagen von einer Traumhochzeit vor märchenhafter Kulisse. Diese bietet eine Kirche allemal.

Frühzeitige Planung

Beeilen muss sich ein Brautpaar bei der Terminvergabe. Dies ist ähnlich wie bei einer Standesamtlichen Hochzeit: Die besten Termine sind sehr schnell vergeben! Deswegen ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem zuständigen Geistlichen in Verbindung zu setzen.
Freitage und vor allem Samstage sind, statistisch gesehen, die beliebtesten Tage für eine kirchliche Hochzeit.

Vorbereitungen der Trauung

Ein Traugespräch ist in den Kirchen Pflicht. Dieses führt der Pfarrer oder Pastor mit dem Brautpaar. Es bildet die Grundlage, um die eigenen Wünsche und Vorstellungen mit dem Pfarrer bzw. Pastor zu besprechen. Eine Hochzeitszeremonie wird erst durch Blumenschmuck, Dekoration, Ideen für Musikbeiträge, Trauspruch, Fürbitten und Lesungen, die von den Gästen vorgetragen werden, zum individuellen Highlight einer Hochzeit.

Ablauf einer kirchlichen Hochzeitszeremonie

Der Ablauf einer Trauung richtet sich nach der Konfession des Brautpaares. Es ist aber auch eine gemischte Hochzeit zwischen Katholiken und Evangelisten möglich. Für die Eheschließung an sich müssen je nach Konfessionszugehörigkeit unterschiedliche Dokumente bereitgestellt werden.

Der Ablauf selbst, ergibt sich aus der Zugehörigkeit zu folgenden Konfessionen:

Die Katholische Hochzeit

Bei einer kirchlichen Trauung ist der Ablauf etwas streng. Pflicht sind zwei Trauzeugen, die das Eheversprechen des Brautpaares durch Unterschrift auf der Urkunde, bestätigen. Im Rahmen der Vorbesprechung kann zwischen einer Messfeier und einem Wortgottesdienst gewählt werden. Beide Versionen haben ein bestimmtes Ablaufritual:

  • 1. Eröffnung der Trauzeremonie 
    Zur Eröffnung der Trauzeremonie gehört zum einen der Einzug des Brautpaares in die Kirche, die liturgische Eröffnung und Begrüßung durch den Pfarrer sowie das Schuldbekenntnis/Kyrie und das Tagesgebet.
  • 2. Der Wortgottesdienst 
    Der Wortgottesdienst umfasst die Lesung, das Evangelium und die Predig.
  • 3. Die Traufeier 
    Die Trauung stellt den wichtigsten Teil der Hochzeit dar. Hierzu zählen die Befragung der Brautleute, die Segnung der Ringe, die Vermählung, die Bestätigung der Vermählung durch die Trauzeugen, das Segensgebet und das Lesen der Fürbitten.
  • 4. Die Eucharistiefeier (nur bei der Messfeier) 
    Bei der Eucharistiefeier werden die Gaben gesegnet und der Friedensgruß vollzogen sowie die Kommunion erteilt.
  • 5. Der Abschluss der Trauzeremonie 
    Beim Abschluss spricht der Geistliche den Segen und das Brautpaar zieht nach dem Schlussgesang aus der Kirche aus.

Ausgeschmückt werden die einzelnen Ablaufpunkte durch den Gesang während des ganzen Gottesdienstes.

Die Evangelische Hochzeit

Der Ablauf bei einer evangelischen Trauung ist etwas freier als die Katholische. Bereits bei der Wahl der Hochzeitskirche sind verschiedenen Varianten möglich. Für die Anmeldung kann zuständig sein: Das Gemeindepfarramt des Bräutigams, der Braut oder des zukünftigen Wohnortes.
Der Ablauf einer evangelischen Trauung lässt sich wie folgt gliedern:

  • 1. Die Eröffnung
    Hierunter fällt der Einzug, die Begrüßung, Eingangsvotum und das Eingangsgebet oder Psalmgebet.
  • 2. Die Verkündigung, Bekenntnis und Segnung
    Darunter fallen die Lesungen aus der Bibel, der Trautext (meist in Form eines Trauspruchs), die Predigt, das Traubekenntnis, der Ringtausch und die Segnung des Brautpaares.
  • 3. Das Abendmahl
  • 4. Die Sendung
    Abgeschlossen wird der Gottesdienst mit dem Fürbittengebet, Vaterunser, Segen und Auszug aus der Kirche.

Auch hier wird der Gottesdienst durch Liedern ausgeschmückt.

Die Ökumenische Trauung

Die ökumenische Trauung ist eine Kombination aus der katholischen und der evangelischen Kirche. Diese wird vorgezogen, wenn das Brautpaar unterschiedlichen Konfessionen angehört.
Sofern die katholische Kirche als Trauungsort ausgewählt wird und das Brautpaar einen evangelischen Pfarrer hinzuziehen möchte, stellt das kein Problem dar.

Meistens ist der katholische Pfarrer sogar froh, wenn ihm Arbeit in Form der Predigt vom evangelischen Pfarrer abgenommen wird, da die Katholiken mehr Messen feiern als die Evangelisten.

Jede Traufeier hat seine persönlichen Vorzüge und wird durch die gemeinsame Gestaltung vom Brautpaar mit dem Geistlichen zum individuellen Ereignis für das Brautpaar. An die märchenhafte Hochzeit mit kirchlichen Segen, wird sich das Paar auch noch Jahre später erinnern.

Das Leben des Jesus Christus 

Jesus Christus (Jeshua), Sohn Gottes, Erlöser und Heiland, der Weg, die Wahrheit und das Leben im Christentum. Sein Leben, sein Tod, seine Auferstehung, seine Botschaft, Jünger und die Entstehung des Christentums. Die wichtigsten Stationen in seinem Leben.

Empfängnis und Geburt

Der Erzengel Gabriel verkündete der Jungfrau Maria, dass sie ein Kind erwarten würde. Sie fragte, wie das sein könnte, kein Mann hatte sie je berührt. Er offenbarte ihr, dass sie die Empfängnis durch den heiligen Geist empfangen habe. Sie erzählte auch Zimmermann Josef davon, welchen sie einige Zeit später heiratete.

„Offiziell“ galt der ungeborene Jesus als ihr gemeinsames Kind. Da es wegen der Volkszählung damals üblich war, die Kinder in der Geburtsstadt zur Welt zu bringen, verließen die beiden Nazareth und machten sich auf den Weg nach Bethlehem. Nachdem sie erfolglos versucht hatten, eine Herberge zu finden, erfolgte die Geburt Christi in einem Stall, welcher von einem hellen Stern überstrahlt wurde.

Drei Weise aus dem Morgenland, König Melchior, Balthasar und Kaspar folgten diesem durch eine Verkündung Gottes und erbrachten ihrem prophezeiten „König der Juden“ wertvolle Gaben. Myrrhe, Gold und Weihrauch.

König Herodes der Große hatte von ihnen über dessen Geburt und die Vorsehung gehört und fürchtete um seinen Thron, woraufhin er alle männlichen Kinder bis zu 2 Jahren von seinen Soldaten ermorden ließ. Maria und Josef wurden von den Königen gewarnt und schafften es rechtzeitig, nach Ägypten zu fliehen. Nach dem Tod Herodes, kehrten sie nach einigen Jahren nach Nazareth in Galiläa zurück.

Jesus Wunder

Bereits als Kind soll Jesus einige Wunder vollbracht haben. Nach seiner Barmizwa im Alter von 12 Jahren verschwand er einige Zeit in Jerusalem. Als er dort von seinen Eltern wieder gefunden wurde und jene ihm sagten, wie sehr sie in Sorge waren, antwortete er nur, warum sie denn besorgt waren. Er war doch nur im Haus seines Vaters gewesen.

Zudem sind einige Legenden niedergeschrieben. Beispielsweise soll er Vögel aus Lehm geformt und zum Leben erweckt haben und eine Spinne gesegnet haben, welche mit Hilfe ihres Netzes die Zuflucht einer Hohle verdeckte hatte, als sie auf der Flucht vor den Herodes‘ Soldaten waren.
Jesus übte wie sein Vater Josef den Beruf des Zimmermanns in Nazareth aus.

Taufe und die 12 Jünger

Im Jahre 26 nach Christus empfing Jesus die Taufe in der Wüste von Jordanien durch Johannes den Täufer, welcher bereits seit einiger Zeit von ihm prophezeite und seine Ankunft verkündete.
Durch ihn kam Jesus zu seinen beiden ersten Jüngern, welche bereit waren ihm zu folgen.

Andreas und Philippus. Anschließend folgte Johannes, welcher Jesus in der Synagoge predigen hörte und Zeuge der Heilung eines vom Teufel besessenen jungen Mannes wurde. Es folgte der Fischer Simon Petrus (Bruder von Andreas), nachdem Jesus für einen erfolgreichen Fischzug im See gesorgt hatte.

Zöllner Matthäus, welcher für die römischen Steuern verantwortlich war, kam auch dazu gefolgt von Jakobus, Simon, Judas, Thaddäus, Bartholomäus, Jakobus, und Thomas.
Sie alle folgten ihm von nun an jeden Ort als seine Apostel.
Jesus vollbrachte zahlreiche weitere Wunder.

Er machte aus 2 Fischen und 5 Broten viele Tausend Stück und ernährte somit über 5000 Menschen (Brotvermehrung). Den seit 4 Tagen verstorbenen Lazarus erweckte er wieder zum Leben.
Er predigte in Tempeln und Synagogen, lehrte das Vaterunser und vergab Sünden. Er gewann immer mehr Anhänger, allerdings auch Skeptiker, welche ihn als Gotteslästerer bezeichneten.

Einzug nach Jerusalem, Kreuzigung und Tod

Nach Einzug in Jerusalem am Palmsonntag heilte er den Diener eines römischen Soldaten, verhinderte die Steinigung an einer Dirne und machte Blinde wieder sehend.

Priester und Pharisäer wollten nicht glauben, dass es sich bei Jesus um den Sohn Gottes handelte und nahmen ihn mit Hilfe von Jünger Judas (beim letzten Abend Mal von Jesus auserkoren ihn zu „verraten“ Judas beging daraufhin Selbstmord) gefangen und führten ihn Kaiphas, dem höchsten Priester in Jerusalem vor.

Nachdem er auch vor ihm bekundete, er sei der Sohn Gottes, zerriss dieser vor Entsetzen sein Gewand und er wurde an Pontius Pilatus, den römischen Stadthalter in Jerusalem überwiesen.
Jener hielt ihn zuerst für einen Träumer und ließ ihn auspeitschen um ihn „aufzuwecken“.

Die Soldaten taten wie ihnen befohlen, hängten ihm einen roten Fetzen als Königsmantel um, setzten ihm eine Dornenkrone auf und verhöhnten ihn.
Als Jesus jedoch auch danach noch vor Pilatus behaupte, er hätte keine Macht über ihn, wäre sie ihm nicht „von oben herab gegeben“ beschloss er, das Volk von Jerusalem entscheiden zu lassen, ob man ihm oder Mörder Barrabass die Freiheit zu Ehren des Passafestes schenken sollte.

Das Volk wählte die Freiheit für Barrabass, Jesus sollte gekreuzigt werden, was noch am selben Tag geschah.
Als Jesus nach Stunden am Kreuz starb, erfolgte dies mit den Worten: „Vater, in Deine Hände befehle Ich meinen Geist!“
Daraufhin erfolgte ein großes Gewitter, Tempel brachen auseinander, die Priester bekamen Angst und zweifelten an ihren Handlungen.

Auferstehung und Himmelfahrt

3 Tage nach dem Tod Jesu kamen 3 Frauen, welche seinen Leichnam nach jüdischer Tradition salben wollten, fanden jedoch nur ein leeres Grab vor. Ein Mann in Weiß, als Gärtner arbeitend hatte ihnen vorher gesagt, dass sie nicht den Lebenden bei den Toten suchen sollten. Es handelte sich um Jesus.

Er suchte noch einmal seine Jünger auf und erklärte ihnen, wie sie seine Mission auf Erden nun ohne ihn weiterführen sollten. Er würde diese Welt nun wieder verlassen und an der Seite seines Vaters im Himmelreich auf sie warten.
Einige Wochen später fuhr er in den Himmel auf (Christi Himmelfahrt).